Emlichheim, den 20.03.2020

 

An die
Eltern und Schülerinnen und Schüler
der Edith-Stein-Realschule

 

Schulschließung aufgrund des Corona-Virus

Informationen zum aktuellen Stand

 

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

am Ende der ersten Woche der Schulschließung wenden wir uns noch einmal an Euch und Sie. Im Zuge der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland und der eindrucksvollen und eindringlichen Ansprache der Bundeskanzlerin am Mittwoch und unseres Landrats, Uwe Fietzek, am gestrigen Donnerstag, möchten auch wir einerseits einen Appell an Sie und Euch richten und zum anderen ein paar aktuelle Informationen loswerden.

Die exponentielle Entwicklung wird in nächster Zeit ungebremst durchschlagen. Daher ist es wichtig, dass wir alle unser Verhalten ändern und so zu einer Infektionseindämmung beitragen. Im eigenen Umfeld merkt man, dass sich schon viele einschränken und den Hinweisen Folge leisten, man sollte jedoch täglich hinterfragen, ob man aus Rücksicht auf sich selbst und andere (vor allem Risikopatienten) nicht noch mehr tun kann. Das erklärte Ziel muss lauten: „Flatten the curve“, um Solidarität für die vielen schwachen Menschen zu zeigen, die eine intensivmedizinische Behandlung bei zu rasanter Infektionsausbreitung wegen einer Überlastung des Gesundheitsbereichs nicht bekommen werden. Die folgende Grafik macht dies auch noch einmal sehr deutlich.

 

 

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal nachdrücklich darauf hinweisen, wie wichtig es ist, die Hygieneregeln einzuhalten [Händewaschen (20 – 30 Sek.), Abstand zu halten (ca. 2m), Husten und Niesen in die Armbeuge] und vor allem soziale Kontakte nicht nur zu verringern, sondern einzustellen.

Austausch über soziale Netzwerke bekommt nun Relevanz, die direkte soziale Begegnung muss ausgeschlossen werden. Es ist wichtig, in diesen Zeiten zusammenzuhalten und den Schülerinnen und Schülern ihren eigenen wichtigen Beitrag zu einer Rückkehr zur Normalität deutlich zu machen.

Nach persönlichen Rückmeldungen von Eltern und Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen können wir feststellen, dass die Übermittlung von Aufgaben mittlerweile gut funktioniert und auch die Schülerinnen und Schüler die Bearbeitung dieser Aufgaben größtenteils sehr ernst nehmen. Unser Dank gilt hier den Lehrkräften, aber auch Ihnen und Euch, den Eltern und Schülern, die hier bemüht sind, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen und die schulfreie Zeit nicht als Ferien anzusehen. Nur so ist es möglich, nach der Pause – wie lange sie auch immer dauern mag – wieder möglichst schnell in die Normalität übergehen zu können.

Die Lehrkräfte stellen auch in den kommenden Tagen Aufgaben zur Verfügung und stehen zum Austausch über die Lern- und Übungsinhalte bereit. Es gilt auch weiterhin, dass Sie und Ihr über die E-Mail-Adressen, die im Newsletter abgedruckt sind, jederzeit Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen aufnehmen könnt, sofern Dinge zu klären sind.

Herr Winterboer und ich werden ab Montag bis zu den Osterferien weiterhin vormittags in der Schule sein (7.45 bis 13 Uhr), um dort zu arbeiten und das sogenannte „Krisenmanagement“ zu übernehmen. Jedoch kann es sein, dass aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht mehr beide täglich anwesend sind.

Bezüglich der Irland-Sprachreise gibt es noch keine weiteren Informationen. Die Reise kann aufgrund der aktuellen Lage nicht angetreten werden. Zu den Möglichkeiten und Bedingungen der Rückzahlung und Erstattung gibt es aufgrund der hohen Anzahl von Anfragen noch keine verlässlichen Informationen der Reiseveranstalter. Ebenso haben die Schulen noch keine Informationen über das Kultusministerium oder die Landesschulbehörde erhalten, da auch hier noch große Unklarheit herrscht. Daher können auch wir von Seiten der Edith-Stein-Realschule noch keine weiteren Fragen zu den Kosten usw. beantworten. Hier bitten wir um Ihr Verständnis und ein wenig Geduld. Wir melden uns, sobald wir Neuigkeiten zu vermelden haben.

Im Hinblick auf die zu erreichende Anzahl der Praxistage erhalten wir in den letzten Tagen vereinzelte Anrufe. Wir können Ihnen mitteilen, dass wir aufgrund der momentanen Lage gezwungen sind, in den 10. Klassen flexibel zu handeln. Da es nicht möglich sein wird, freiwillige Praxistage in den Osterferien abzuleisten, werden wir die Erfüllung der 30 Praxistage in diesem Jahr ausnahmsweise nicht so eng sehen können.

Die Bestätigung der Kenntnisnahme der Verwarnungen (Blaue Briefe) können Sie entweder per Post an die Schule schicken, persönlich in den Briefkasten der Schule einwerfen oder per Fax an die Schule senden (05943-933360). Ebenso ist es möglich, das unterschriebene Original einzuscannen und per E-Mail an das Sekretariat zu schicken (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Die Notfallbetreuung wurde bislang nur am Montag (16.03.) von einem Schüler wahrgenommen. Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, diese nach vorzeitiger Anmeldung wahrzunehmen. Unsere Schulsozialpädagogin, Frau Köster, kommt dann in die Schule, ansonsten arbeitet sie im Homeoffice. Wir möchten Sie also bitten, Ihre Kinder am jeweiligen Vortag bis 18 Uhr über die Schulleitungs-E-Mail-Adresse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) für die Notfallbetreuung anzumelden, sofern Ihre Kinder nicht anders untergebracht werden können bzw. nicht in der Lage sind, allein zu Hause zu bleiben. Wir benötigen auf Anweisung des Niedersächsischen Kultusministeriums einen entsprechenden Nachweis, dass Sie diese Notfallbetreuung auch in Anspruch nehmen dürfen.

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns, selbst wenn wir diese aufgrund der sich ständig verändernden Lage oder noch nicht entschiedener Thematiken leider nicht immer auch beantworten können.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, Gesundheit und Kraft!


Mit freundlichen Grüßen

Holger Breukelman
Realschulrektor