Am Montag besuchte uns im Schulzentrum die Menschenrechtsaktivistin Christina Haverkamp ( https://www.yanomami-hilfe.de/).

In der Aula hielt sie einen Dia-Vortrag vor den Haupt- und Realschülern der 5. bis 8. Klassen. Die bei Kiel wohnende und ursprünglich aus Nordhorn stammende Haverkamp berichtete den Schülern von ihren Expeditionen, die sie in den Dschungel Brasiliens und Venezuelas führte. Mit beeindruckenden Bildern schilderte sie das Leben und die Kultur der Yanomami-Indianer, eines der letzten noch ursprünglich lebenden Naturvölker. Seit über 23 Jahren setzt sie sich für das Überleben der Yanomami ein, deren Lebensraum durch Abholzung der Regenwälder, Minenkonzerne, Großgrundbesitzer und Goldsucher stark gefährdet ist. Christina Haverkamp erklärte z.B. die zerstörerische Vorgehensweise der Goldsucher. Zum einen entstehen durch das Abschlämmen des Bodens mit Wasser große Sumpfgebiete, ein ideales Brutgebiet für die Anopheles-Mücke, die die Malaria überträgt. Zum anderen wird zur Goldbindung hochgiftiges Quecksilber verwendet, das die Böden und das Wasser verseucht und Pflanzen, Tiere und Menschen vergiftet. Auch aus der Zivilisation eingeschleppte Krankheiten, die z.B. bei uns in Europa meist unbeschadet überstanden werden, können bei den Indianern tödlich sein. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, überquerte Christina Haverkamp 1992, während der 500-Jahr-Feier der Entdeckung Amerikas, mit dem Menschenrechtler Rüdiger Nehberg auf einem selbstgebauten Bambusfloß den Atlantik. Etwa vier Monate im Jahr lebt sie bei den Yanomami. Dort leitet sie den Aufbau von Krankenstationen und Schulen. Die Indianer gelten als unmündig, wenn sie nicht die offizielle Landessprache sprechen. Daher erhalten die Schüler bilingualen Unterricht, d.h. sie werden in ihrer eigenen Sprache, Yanomamé und in Portugiesisch (Amtssprache in Brasilien) unterrichtet. Finanziert werden die Projekte u.a. durch zahlreiche Vorträge an Schulen, Ausstellungen, Beiträge von Fördermitgliedern der Yanomami-Hilfe e.V. und Spenden. Viele Spenden wurden auch durch Schulveranstaltungen ermöglicht, wie z.B. Flohmärkte, Sponsorenläufe und den Verkauf von Kaffee und Kuchen bei Schulfesten und Elternsprechtagen. Nach dem Vortrag hatten die Schüler die Gelegenheit, Fragen an Christina Haverkamp zu stellen und konnten einige Exponate, u.a. Alltagsgegenstände der Indianer, Federschmuck, Pfeil und Bogen, Tierpräparate von Piranhas und den Schädel eines Brüllaffen bestaunen, die sie von ihren Expeditionen mitgebracht hatte.

 

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